Hinweise zum Schnarchen

Schnarchen-und-Schlafen-300x210Schnarcher aufgepasst: Hier könnt Ihr die wichtigsten Informationen zum Problem kennenlernen. Vielleicht hat sich mancher von Euch schon zum Thema äußern wollen, wurde dann aber entweder mit Spott bedacht und weitestgehend ignoriert. Das ist nicht ungewöhnlich, denn vielen Menschen gilt das Schnarchen immer noch als unwichtige, wenn auch lästige Angelegenheit. Doch Mediziner warnen seit einigen Jahren: Schnarchen ist sehr wohl gefährlich, stellt es doch in jedem Fall eine Beeinträchtigung des normalen und damit gesunden Schlafes dar. Das mag absonderlich klingen, denn meistens wissen Schnarcher gar nichts von ihrem Problem und werden nur manchmal von den genervten Partnern mit ihren Atemaussetzern konfrontiert. Vielen ist das einfach peinlich und sie treffen irgendwelche Abmachungen wie das Tragen von Ohrenstöpseln oder gar eine Trennung der Betten, die letztlich nur zu weiteren Belastungen der Partnerschaft beitragen. Und das eigentliche Problem des Schnarchens und damit das Risiko, ein echtes Leiden davonzutragen, wird in diesen Fällen eben nicht thematisiert und mit der Zeit werden viele Schnarcher richtig krank davon. Es gibt keine Statistiken, wieviele der sogenannten Zivilisationskrankheiten auf das die nächtlichen Geräusche zurückzuführen sind, aber es dürften eine Menge sein: Herz-Kreislauf, Lunge, innere Organe wie Bauchspeicheldrüse oder Magen und selbst die Haut leiden unter dem Schnarchen und wer nicht aufpasst, kann nach Jahren des Schnarchens sogar daran sterben. Das ist kein Witz und mittlerweile wissenschaftlich sehr gut belegt, dem Schlaflabor sei Dank. Dort messen Mediziner die Körperfunktionen der Schlafenden und die Langzeitstudien ergaben beunruhigende Ergebnisse. Es ist eben wie beim Tauchen unter Wasser: Wer zu lange keine Luft holt, der riskiert die Gesundheit auf das Gröbste. Und Schnarchen ist nichts anderes als ein beschränktes, behindertes Atmen! Logisch, dass dann die Aufnahem von Sauerstoff lahmt und die Leute sich schlapp und irgendwie ungesund fühlen. Wir wollen hier einmal die wichtigsten Aspekte des Schnarchens erläutern und Gegenmaßnahmen vorstellen. Eines jedenfalls ist klar: Ignoranz oder gar Witzeleien verbieten sich, zumindest für denjenigen, dem etwas an seiner Gesundheit liegt!

Wie es zum Schnarchen kommt

Nach einer Definition dieses nervigen und gefährlichen Phänomens befragt, antworten die Mediziner in der Regel einstimmig: Schnarchen bleibt stets eine Einschränkung vor allem und gerade der Nasenatmung. Verursacher dafür ist das sogenannte Gaumensegel im Rachen. Dieses vibriert bei ungenügender Atmung und bringt die typischen Schnarchgeräusche hervor. Ein bißchen erinnert das an ein Segel auf einem Schiff, das lustig im Winde flattert! Da bei Schnarcher aus verschiedenen Gründen der Kiefer nicht genug Spannung hat und Gaumen wie Rachen erschlaffen, sägt und schnarcht der Betroffe mehr oder minder stark.Schnarcherspange-gegen-Schnarchen-300x116
Wenn man nun eine Grippe hat, ist das natürlich nicht ungewöhnlich. Die Nase ist einfach zu und man atmet durch den Mund, ungewollt und voller Abscheu ob der austrocknenden Schleimhäute. Doch das geht mit Verschwinden der Grippe wieder weg und ist bald kein Thema mehr. Auch kann man mal einen schlechten Tag haben, Husten entwickeln und dann schnarchen – alles völlig normal! Kompliziert wird es hingegen zum Beispiel bei einer Allergie. Die allergenen Faktoren führen dann zu heftigen Reaktionen seitens des Immunsystems, die nicht selten mit verstopfter Nase, Niesen, Husten und sonstig belastenden Symptomen zusammenhängen. Allerdings sind Allergiker schon aufgrund der auch tagsüber auftretenden Belastung viel eher bereit zum Arzt zu gehen und ihnen wird dann auch schneller geholfen als bloßen Schnarchern. Diese nämlich können Fehlstellungen des Gaumens aufweisen, eine Krümmung der Scheidewand in der Nase oder eine mangelnde Spannung im Kiefer – wovon sie vielleicht gar nichts so richtig bemerken! Klar, sie bekommen etwas schlechter Luft, tun das aber als unbedeutend ab. Nächtliche Schnarchkonzerte sind die Folge, die sich mit der Zeit zu Lärmbelastungen sondergleichen entwickeln. Denn wie jeder weiß gehen genetisch wirksame Faktoren fast immer nicht mehr weg und sie können wie erwähnt schwere Folgen zeitigen.
Vorsicht ist auch bei den Genussgiften angesagt. Allen voran kommt dabei mal wieder das Rauchen, denn der Tabak trocknet die Schleimhäute radikal aus, ein Umstand, der natürlich die Atmung massiv einschränken kann. Raucher stört das erstmal auch nicht und zu den üblichen Belastungen kommt dann eben noch das gestörte Luftholen dazu! Auch der Alkohol wird nicht gleich als Schnarchversursacher gesehen, wohl ist er jedoch dafür durchaus verantwortlich. Finger weg vom Schlummertrunk, diesem Irrglauben aus früheren Zeiten. Wer hingegen Übergewicht aufweist, sollte mal ein bißchen abnehmen, das hilft der Atmung und ist darüber hinaus auch für viele andere Bereiche sehr gesund.

Wendet man sich nun Hilfe suchend an einen Arzt oder noch besser an einen Schlafmediziner, so wird dieser zunächst eine ausführliche Diagnose vornehmen. Liegen die Ursachen für das Schnarchen im ungesunden Lebenswandel, so ist dieser natürlich sofort zu ändern. Einfacher gesagt als getan, denn wenn jemand mit dem Rauchen aufhören soll, ist das natürlich nicht so einfach! Auch hier kann der Arzt helfen, auch indem er die massiven Gefahren des Rauchens und des Schnarchens in Beziehung setzt und dadurch hoffentlich ein Umdenkprozess stattfindet. Immer ist das gleichzeitige Anraten von Sport wichtig, denn dadurch verbessern sich Kondition und Atmung ganz entscheidend. Das Schlafen wird besser, das Luftholen fällt viel leichter. Und das trifft auch auf Personen mit starken Übergewicht zu. Sie schlafen meistens unruhig und atmen schwer, ist das Gewicht jedoch reduziert, verbessert sich auch ihr Wohlbefinden. Es ist immer wieder erstaunlich, welchen Zusammenhang es zwischen Schnarchen und solchen Faktoren gibt und es ist sogar davon auszugehen, dass diese Probleme bei dem heutigen Lebenswandel noch zunehmen werden. Schlau und glücklich, wer da jetzt schon Maßnahmen ergreift!

Mittel gegen Schnarchen

Andere Ursachen für das Schnarchen erfordern hingegen nicht selten einen Eingriff operativer Natur. Manchmal kann auch das Tragen einer Schnarcherschiene helfen. Früher verband man den Betroffenen einfach den Mund, sie mussten durch die Nase atmen – was freilich kein Vergnügen gewesen sein dürfte! Man stelle sich einen Grippekranken vor, der durch die Nase atmen soll! Das geht zwar, denn der Körper holt sich irgendwie seinen Sauerstoff – aber zu welchen Bedingungen? Da sollte man heute lieber auf die Schnarchmaske setzen, die zwar so mancher als ästhetischer Ungetüm abkanzelt, deren Effekt jedoch unübertroffen in puncto Wirksamkeit und Zuverlässigkeit einzuschätzen ist. Mediziner jedenfalls raten immer zum Ausprobieren und es ist kein Wunder, wenn aufgrund des genialen Druckssystems viele Betroffene endlich wieder befreit durchatmen und schlafen können, von den Angehörigen ganz zu schweigen. Gesundheit geht an dieser Stelle ganz klar vor Schönheit!